Exkursion der Wiener Rauchfangkehrer zur Firma Waterford Stanley
Im Oktober besuchte eine Abordnung von Wiener Rauchfangkehrern das Stammwerk
der Firma Waterford Stanley in Irland.
Die Firma Waterford Stanley - Spezialist in der Herstellung von gußeisernen
Öfen, die derzeit hauptsächlich im englischen und amerikanischen Raum reißenden
Absatz finden - versucht nun auch im deutschsprachigen Raum Fuß zu fassen.
Deshalb lud der österreichische Generalimporteur die Firma Billensteiner
Keramikmanufaktur aus Wilhelmsburg einige Wiener Rauchfangkehrer ins Stammwerk
nach Irland ein, wo sich die Gruppe über die Herstellung dieses qualitativ sehr
hochwertigen Produktes informieren konnte.
Bei der überaus interessanten Werksführung sahen wir die Entstehung eines
Waterford Stanley Ofens von der ersten Minute - in der Gießerei, wo noch
händisch das glühende Eisen in die Formen gegossen wird, über das händische
Spritzen der einzelnen Teile der in mehreren Farben erhältlichen Öfen, bis
zur Endzusammenstellung und Auslieferung wurden uns sämtliche
Ofenentstehungsschritte detailliert erklärt.
Im Labor standen die neuesten Modelle, unter anderem ein gasbeheizter
irischer Ofen am Prüfstand und die Techniker wurden von uns mit Fragen
gelöchert.
Die Produktpalette der Firma Waterford Stanley ist sehr vielfältig und
wird durch die Billensteinerkeramik und Architektur oftmals optimal
ergänzt - z. B. Waterford Stanley Öfen und Herde mit noch nachgeschaltenen
keramischen Speicherzügen nach Kachelofenprinzip.
Neben der sehr informativen Werksführung, die uns von diesem hochwertigen
Produkt nicht nur überzeugt sondern auch begeistert hat, blieben uns noch
einige erholsame Tage, wo wir die wunderschöne irische Landschaft genießen
und den exzellenten irischen Whisky testen konnten.
Unser besonderer Dank gilt der Familie Billensteiner, die diese Exkursion
super organisiert und uns auch vor Ort ausgezeichnet betreut hat, sodaß uns
diese Reise noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben wird.
Eine Firma vereint Tradition, Handwerk und Kunst
In der Keramikmanufaktur werden nicht nur handgeschlagene Kacheln in
althergebrachter Fertigungsart sondern auch speziell gemischte Glasuren
und handgedrehte Töpferkeramik hergestellt und gebrannt. So alt die
Fertigungsweise auch ist, mit dem Einsatz hochwertiger Ton- und Glasurrohstoffe
sowie moderner Brennöfen ist die Qualität sämtlicher Erzeugnisse bei
Brenntemperaturen bis über 1100° C auf höchstem Niveau einzustufen.
Das KERAMIKHAUS BILLENSTEINER befindet sich am Hauptplatz 10 in der Keramikstadt
Wilhelmsburg, 7 km südlich von St. Pölten, Österreich.
In diesem, aus dem 14 Jhdt. stammenden Haus befinden sich neben einem
frühbarocken Prunksaal und mittelalterlichem Kellergewölbe, welche eine
Töpfer- und Keramikausstellung der Künstlerin Maria Theresia Billensteiner
beherbergen, Räumlichkeiten, welche den vielen ausgestellten
Kachelofenkreationen und den dazugehörenden Kunst- und Geschirrkeramiken
einen würdigen kunsthistorischen Rahmen verleihen.
Da in der Planung jeder einzelne Kachelofen, ob verkachelt oder gemauert,
als kleines Kunstwerk gestaltet wird, entstehen durch die spezialisierten
Ofensetzerpartien des Betriebes ausschließlich Unikate, deren Preise jedoch
einen Vergleich mit herkömmlichen Industriekachelöfen standhalten. Auch kann
die individuelle Gestaltung eines Kachelofens durch die von der Kunsteramikerin
Maria Theresia Billensteiner gefertigten Zierkacheln und -keramiken, fast
unbeschränkt erweitert werden. Das gesamte Kachel- und Keramikprogramm wird
auch in Terra-Cotta angefertigt.
Aber mit einer schönen Form allein ist es nicht getan, so muß der Kachelofen
auch so ausgelegt sein, daß er die in ihn gesetzten Erwartungen auch im
technischen Bereich optimal erfüllt. Hier heißt es bei der Planung und
Auslegung Umweltfreundlichkeit, Wärmebedarf und viele andere Eigenschaften
zu berücksichtigen und mit unseren Kunden gemeinsam in Einklang zu bringen.
Über die Erzeugnisse der Kunsthafnerei gibt es ein Kunstdruckbuch, welches
auf 128 färbigen Seiten die erzeugten Produkte (Kachelöfen, Kamine, Töpferwaren
und Kunstkeramiken) zeigt.